Geschichte von Königstein

Die Stadt Königstein in der Sächsischen Schweiz bietet Feriengästen und Tagesausflüglern unvergessliche Landschaftserlebnisse und beeindruckende kulturgeschichtliche Zeugnisse. Am Fuße der einzigartigen Festung Königstein und an den Ufern der Elbe gelegen ist sie ein idealer Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise durch das Elbsandsteingebirge.

Die einstige Burg und spätere Festung, die der Stadt den Namen und die Entstehung verdankt, wurde erstmalig 1241 urkundlich erwähnt, 1379 dann das Städtchen Königstein. Das Stadtwappen am Rathaus erinnert heute noch an die ehemalige Zugehörigkeit zu Böhmen.

Die Steinbrüche in der Nähe lieferten einst Sandstein für die hervorragenden Kunstbauten in Dresden, sogar bis nach Kopenhagen ging der Elbsandstein. Bedingt durch die zentrale Lage an Elbe und Biela entwickelten sich weitere historische Gewerke in der Region, wie die Schifffahrt, die Holzflößerei, die Eisenverhüttung und die Bierbrauerei.

Mit der Einführung des Dampfschiffverkehrs 1837 und dem Bau der Eisenbahn 1848 bis 1851 erfuhr der Tourismus einen großen Aufschwung in der Region. Heute ist er die wichtigste Einnahmequelle der Stadt.

Von 1901 bis 1904 wurde, vom Dresdner Ingenieur Max Schiemann erbaut, in Königstein die erste O-Bus-Linie der Welt betrieben, die bis zur ehemaligen Kaltwasserheilanstalt Königsbrunn im heutigen Ortsteil Hütten führte. Verzierte Oberleitungshaken sind noch heute vorhanden und zum Beispiel an der Hausecke Bielatalstraße 2 (Germania-Drogerie) zu erkennen.

Die kleine Stadt verfügt außerdem über eine besonders reiche musikgeschichtliche Tradition aus den vergangenen Jahrhunderten. Gedenktafeln an verschiedenen Gebäuden und Denkmäler erinnern an berühmte Musiker, die hier geboren sind oder hier gewirkt haben. Dazu zählen unter anderem der Vizekapellmeister der Dresdner Hofkapelle Zacharias Hestius, Kreuzkantor Julius Otto, die Komponisten und Pianisten Prof. Fritz von Bose, Prof. Dr. Georg Schumann sowie die Bachforscher Wilhelm Werker und Prof. Dr. Werner Neumann. Ihr Erbe pflegt das 1954 gegründete Königsteiner Musikarchiv.

Aus Königstein stammen auch der Autor nachdenklich-heiterer Kurzgeschichten und Romane Jo Hanns Rösler und der Bildhauer Otto Panzner, Schöpfer sächsischer Königsbüsten für die Festung Königstein. Auch die Naturforscherin Amalie Dietrich war mehrfach zu Gast bei den botanischen Erschließern der Sächsischen Schweiz, Carl Friedrich Poppe und Ernst Hippe.

Text: die-infoseiten.de