Sehenswertes in Königstein

Festung Königstein

Inmitten der Sächsischen Schweiz thront sie weithin sichtbar über dem Tal der Elbe. Das Plateau der Festung umfasst 9,5 Hektar. Seit 1589 verstärkt zur Landesverteidigung ausgebaut, diente sie den Wettinern zugleich als Zufluchtsort in gefahrvoller Zeit, Schatzkammer, Stätte höfischer Repräsentation und als Staatsgefängnis, mit dem das Schicksal vieler prominenter Persönlichkeiten verknüpft war. Der wohl bekannteste Gefängnisinsasse war der Erfinder des Meißner Porzellans Johann Friedrich Böttger.

Architektonisch interessante Bauwerke der Spätgotik, der Renaissance, des Barock und des 19. Jahrhunderts, der historische Tiefbrunnen mit 152,5 m Tiefe, kunstvolle Bronzegeschützrohre sowie ein Rundgang entlang der zwei Kilometer langen Brustwehr mit prächtigen Ausblicken in alle Richtungen beeindrucken das ganze Jahr über zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt.

Evangelisch-Lutherische Kirche

Die Stadtkirche wurde ursprünglich unter dem Einfluß des Erbauers der Dresdner Frauenkirche, George Bähr 1720 bis 1724 auf dem Schreiberberg errichtet und, nachdem sie 1810 bei einem großen Stadtbrand bis auf die Umfassungsmauern abgebrannt war, zwischen 1810 und 1823 in barocker Gestalt wieder aufgebaut.

Sie erhielt dabei eine klassizistische Innenausstattung mit einem sandsteinernem Altar, einen Taufstein aus erzgebirgischem Granat-Serpentinit und eine Jehmlich-Orgel.

Katholische Kirche

Errichtet in den Jahren 1910 bis 1912 dominiert sie das Bielatal in Richtung Ortsteil Hütten. Sie besitzt ein Marienbild aus dem Jahre 1891 von Anna Maria von Oer und einen Kreuzweg-Zyklus des Dresdner Kunstmalers Rudolf Teufel von 1960.

Postmeilensäule

… die staatliche Postdistanzsäule von 1727 erinnert noch heute an das kursächsische Verkehrswesen.

Hochwassersäule

… die Markierungen am Haus Pirnaer Straße 5 sind stummer Zeuge der zahlreichen Hochwasser der Elbe.

Haus des Gastes

… das schöne, denkmalgeschützte Fachwerkgebäude mit dem barocken Eingangsportal von 1765 wurde in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Haus des Gastes ausgebaut und beherbergt die Touristinformation sowie die Stadtbibliothek. Während des großen Stadtbrandes wurde dieses Haus als einziges verschont. Die Sage erzählt von einem Feuersegen, den eine Zigeunerin als Dank für die Beherbergung ausgesprochen hatte.

Pfaffendorf

… seit 1994 gehört der 1437 erstmals urkundlich erwähnte „Staatlich anerkannte Erholungsort“ Pfaffendorf zu Königstein. Es ist ein hübsches Reihendorf,in dem Dreiseithöfe vorherrschen, die zum Teil Schlusssteine mit Jahreszahlen aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert aufweisen.